Rauchmelder - Teil 1


Seit 1994 herrscht ein bundeseinheitlicher Trend vor, dass die Einsatzzahlen der Feuerwehren in dem Bereich der Brandbekämpfung rückläufig sind. Bedingt durch diesen Umstand sind auch die Brandtoten erheblich gesunken.

Dies führt leider aber auch dazu, dass die Gefahren eines Brandes vergessen und vernachlässigt werden. Grund genug uns mit dem Thema Rauchmelder etwas intensiver zu beschäftigen, denn Rauchmelder retten Leben!

In diesem ersten Teil möchten wir uns quasi als Einleitung mit den gesetzlichen Bestimmungen der Rauchmelder beschäftigen.
Vorab möchte ich jedoch betonen, dass die folgenden Texte keinen Anspruch auf eine qualifizierte Rechtsauskunft erheben, bei weitem nicht vollständig oder ausführlich die komplette Rechtslage widerspiegeln können und somit einen nur rein informativen Charakter haben.

Da diese Brandmelder in den Bereich des Baurechtes fallen, sind diese über die jeweilige Landesbauordnung geregelt. Dies bedeutet, dass es leider keine bundeseinheitliche Regelung gibt und auch nicht geben wird. Betrachten wir also die Gegebenheiten für das Land Brandenburg genauer. Grundsätzlich gilt, dass der Eigentümer eines Objektes für die Ausstattung von Brandmeldern verantwortlich ist. Unterschiede gibt es nur im Bereich von Neu-, bzw. Umbauten und Bestandsbauten. Während die erstgenannten bereits mit dem Abschluss der Bauarbeiten mit entsprechenden Meldern ausgerüstet sein müssen, so gilt für Bestandsbauten eine Übergangsfrist bis zum 31.12.2020.
Spätestens ab diesem Zeitpunkt sollten in allen Aufenthaltsräumen (ausgenommen Küchen) entsprechende Rauchmelder installiert sein.

Warum „sollten“? Anders als bei den Neu- und Umbauten, wird die Installation von Rauchmeldern in den Bestandsbauten nicht kontrolliert. Dies ist gesetzlich nicht möglich, da eine solche Kontrolle in unter Nutzung stehendem Wohnraum der Unverletzlichkeit der Wohnung gegenübersteht. Wer würde schon gern fremde Menschen in seinem Schlafzimmer sehen.
Dies bedeutet jedoch nicht, dass es hier keine Konsequenzen für hartnäckige Weigerer gibt. Doch leider gibt es keine präventiven Sanktionsmöglichkeiten. Umso härter fallen allerdings die Strafen in einem Brandfall aus. Es droht nicht nur der Verlust des Versicherungsschutzes, sondern im schlimmsten Fall auch eine Haftstrafe von bis zu 5 Jahren. Dies ist der Fall, wenn es zu Personenschäden gekommen ist.

Diese Strafen treffen übrigens Mieter, wie auch Vermieter (bzw. Eigner) denn beide Parteien sind verpflichtet sich an die gesetzliche Lage zu halten. Doch wie kann / sollte sich ein Mieter verhalten, wenn der Vermieter nicht reagiert, bzw. sich weigert solche Melder einbauen zu lassen?
Eine finale und goldene Lösung wird es hier sicher nicht geben. Ich persönlich bevorzuge hierbei den Weg des Dialoges. Also aufklären was alles auf dem Spiel steht, wenn der Vermieter erfährt, dass Ihm ein Wegfall des Versicherungsschutzes droht, kann dies schon sehr motivierend sein. Auch besteht die Möglichkeit sich an den Mieterschutzbund und im schlimmsten Fall an das Bauordnungsamt zu wenden, doch diese Schritte sollten sorgsam abgewogen sein.

Wie sieht die Sachlage bei eigenem Wohnraum aus?
Ja liebe Häuslebauer, erst einmal Glückwunsch zu euren eigenen 4 Wänden. Aber auch ihr seid verpflichtet entsprechende Rauchmelder einzubauen und natürlich entsprechend zu Warten.
Mit dem heutigen technischen Stand hält ein Rauchmelder ca. 10 Jahre durch, bis der verbauten Batterie der Saft ausgeht. In der Regel lassen sich diese relativ unkompliziert tauschen. Also was versteht man unter Wartung? Jeder Rauchmelder verfügt über eine Testfunktion, welche mindestens einmal im Quartal, besser einmal im Monat betätigt werden sollte.

Wie man einen guten und sicheren Melder erkennt, damit beschäftigen wir uns im zweiten Teil.

Für die ganz fleißigen unter euch noch ein paar Quellenangaben und Links:
Die Bauordnung des Landes Brandenburg:
https://mil.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.135978.de

Rauchmelder – Lebensretter:
https://www.rauchmelder-lebensretter.de

Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Brandmelder#Rauchmelder

Rauchmelder - Teil 2

Hallo liebe Leser,

bevor wir uns mit dem zweiten Teil unserer Rauchmelder Serie beschäftigen, möchte ich erneut betonen, dass der folgenden Texte keinen Anspruch auf eine qualifizierte Rechtsauskunft erhebt, bei weitem nicht vollständig oder ausführlich die komplette Rechtslage widerspiegeln kann und somit einen nur rein informativen Charakter hat.

Heute soll es um die Frage gehen: „Warum benötige ich überhaupt einen Rauchmelder?“
Viele Menschen sind leider immer noch der Meinung: „Ich bekomme es schon mit, wenn es brennt. Außerdem habe ich Haustiere, die sind ja noch sensibler.“
Bevor wir klären können ob ein leichter Schlaf, oder ob ein Haustier zum Lebensretter werden kann, müssen wir uns klar machen, was bei einem Brand geschieht.

Ganz vereinfacht, es verbrennen Dinge und nun lasst bitte kurz den Blick durch den Raum schweifen.
Dann seht ihr sicher ein paar Elektrogeräte, z.B. ein Radio, eine Couch, ein paar Stühle etc. Doch das entscheidende sind die Stoffe aus denen diese Dinge gemacht sind. Dabei handelt es sich meist um Erdölprodukte, also organische kohlenstoffhaltige Stoffe und genau hier liegt die tödliche Gefahr. © Rauchmelder retten Leben

© Rauchmelder retten Leben

Wenn solche kohlenstoffhaltige Stoffe abbrennen entstehen äußerst gefährliche Rauchgase. Besonders betrachten möchten wir hierbei das Kohlenmonoxid, das Chlorwasserstoff,
die Schwefeloxide und die Dioxine. Allerdings möchte ich betonen, dass es bei einem Wohnungsbrand noch deutlich mehr Stoffe entstehen, doch für diesen Text sind eigentlich nur die ersten Minuten eines solchen Brandes entscheidend.  Genau genommen die ersten 120 Sekunden, denn nach diesen 2 Minuten steigt das Risiko einer tödlichen Rauchgasvergiftung exponentiell an.

Ich versuche die folgenden Zeilen verständlich zu halten und nicht zu sehr in die Chemie abzugleiten.

Kohlenmonoxid (CO) entsteht bei einer unvollständigen Verbrennung, also unter Sauerstoffmangel. Dies kann in den ersten Minuten eines Brandereignisses der Fall sein, da hier ein Missverhältnis zwischen brennbarem Stoff und Zündenergie existiert. Kohlenmonoxid ist giftig und hemmt den Sauerstoffstofftransport im Blut. Dies bekommt die betroffene, bzw. vergiftete Person nicht mit.

Chlorwasserstoff (HCl) wird durch alle Materialien abgegeben, die PVC enthalten. Chlorwasserstoff bildet bei Kontakt mit Wasser Salzsäure und nun ratet mal zu wieviel Prozent Wasser der menschliche Körper besteht. Hierbei sind insbesondere die Atemwege bis zur Lunge betroffen.

Schwefeloxide (SOx) entsteht, wenn Gummi verbrennt, ähnlich dem Chlorwasserstoff bilden diese Oxide mit Wasser entsprechende Säuren und führen so zu Verätzungen der Schleimhäute.

Dioxine (PCDD / PCDF) sind wie Chlorwasserstoffe entsprechende Chlorverbindungen und entstehen unter ähnlichen Voraussetzungen. Doch Dioxine sind wohl die ultimativen Ultragifte eines Brandes, quasi so die Königsklasse der Gifte. Kleiner Vergleich gefällig? 2,3,7,8 TCDD ist um den minimalen Faktor 500 toxischer als Batrachotoxin besser bekannt als Curare, bereits 1 µg pro kg Körpergewicht wirkt bei Curare tödlich. Dabei kommt noch ein erhebliches Risiko von Langzeitschäden nach einem Kontakt hinzu. Anders ausgedrückt: Dioxin versaut echt jede Party.

Abschließend zu diesem kleinen chemischen Exkurs möchte ich noch den guten alten und militärisch genutzten Kampfstoff Cyanwasserstoff erwähnen. Die meisten von euch werden es eher unter dem Begriff Blausäure kennen. Das Zeug tötet so effektiv, dass es von den Nationalsozialisten für den industriellen Genozid im KZ Auschwitz eingesetzt wurde.

So und mit all diesen Spaßbremsen habt ihr es bereits in den ersten zwei Minuten zu tun. Übrigens nicht nur ihr, sondern auch die Haustiere. Ja es stimmt, es gibt sensationelle Fälle, als Katzen und Hunde vor einem Brand gewarnt haben. Doch genau das sind sie Sensationen. Es ist NICHT die Regel und Haustiere sind keine verlässliche „Warneinrichtung“. Das schaffen halt nur entsprechende Rauchmelder und wirklich nur die.

Also verbaut diese und sollten die euch nachts wecken, schnappt euch eure Lieben und ruft die Feuerwehr. Denn wir sind so bekloppt und rennen in diese giftige Suppe rein, aber im Gegensatz zu euch, bringen wir unsere eigene Atemluft mit.

Da ja Bilder mehr sagen wie 1000 Worte, hier noch ein kleines Video. Dies ist zwar bereits aus dem Jahr 2010 und somit in einigen statistischen Punkten nicht mehr ganz aktuell, verdeutlicht den Ablauf eines solchen Brandes aber immer noch am besten:
https://youtu.be/lVfhzNZRXao

 

Natürlich dürfen die Quellen nicht vergessen werden:

https://de.wikipedia.org/wiki/Dioxin

https://de.wikipedia.org/wiki/Cyanide

https://www.medipresse.de/gesundheit-im-fokus/was-passiert-bei-einer-rauchvergiftung.html

https://www.nw.de/lokal/kreis_minden_luebbecke/luebbecke/3225125_Drei-Atemzuege-koennen-den-Tod-bedeuten.html

Jugendausbildungstag

Spannung, Spiel und Eis

Am Samstag, den 14.09.2019 führte die Stadtjugendfeuerwehr Angermünde geschlossen einen Ausbildungstag für die Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehren durch. Diese Veranstaltung wurde im Angermünder Ortsteil Stolpe abgehalten und, dankender weise auch durch ortsansässige Unternehmen unterstützt. So blieb den angehenden Brandschützern, besonders das leckere Eis der Gastronomie Fuchs und Hase in Erinnerung. An diesem Tag mussten die Kinder nicht nur ihr erlerntes Können und Wissen unter Beweis stellen, es wurden auch allerlei neue Dinge präsentiert. So wurde dieser Tag auch von der Wasserschutzpolizei, und dem Naturschutzbund Brandenburg, wie auch dem Heimatverein Stolpe unterstützt. So konnten sich die jungen Blauröcke, nicht nur über das Berufsbild der Polizei informieren, sie erfuhren viel neues über den Naturschutzpark und auch den Grützpott. Gerade das Besuchen des Stolper Turmes, aka Grützpott war das große Highlight dieses Tages. Bei bestem Kaiserwetter bot dieser eine Kilometerweite Aussicht auf die umliegende Landschaft. Diese Veranstaltung beeindruckte die Kinder und Jugendlichen der Jugendwehren aus Altkünkendorf, Kerkow, Greiffenberg, Görlsdorf, Stolpe und Angermünde gleichermaßen. Auch die Erwachsenen waren durchweg begeistert. Auch für das kommende Jahr 2020 wird es wieder einen solch spannenden Erlebnistag geben.

Ein ausdrücklicher Dank geht an die Unterstützer dieses Events, die Wasserschutzpolizei des Landes Brandenburg, die grünen Däumchen des NaBu Teams, den fleissigen Helfern des Stolper Ortsvereines und natürlich für das extrem leckere Eis der Gaststätte "Fuchs und Hase".

So nun viel Spaß beim durchstöbern der Fotos:

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Stadtfeuerwehrtag 2019

Am vergangenen Samstag, den 18.05.2019 feierte die Löschgruppe Steinhöfel (zugehörig zum Löschzug 4) ihr 85zig jähriges Bestehen. Wie es sich für einen solchen Anlass gebührt, wurde dieses Jubiläum durch den jährlichen Stadtfeuerwehrtag gebührend gefeiert. Im Zuge dieser Veranstaltung, konnten sich die Kameradinnen und Kameraden der Angermünder Feuerwehr auch im freundschaftlichen Wettstreit messen. In der Disziplin „Löschangriff nass“ galt es die schnellste und sorgsamste Mannschaft zu ermitteln. Hierbei trafen sich letztlich 14 Mannschaften auf dem Feld der Ehre. Dabei waren auch Kinder und Jugendmannschaften vertreten. So konnten die beiden Kinderfeuerwehren aus Kerkow die beiden ersten Plätze für sich verbuchen, während die Kinder aus Altkünkendorf / Stolpe den dritten Platz belegten. Bei den Jugendfeuerwehren im Alter von 10 bis 14 Jahren, wurden die beiden Mannschaften aus Altkünkendorf / Stolpe von den Jungbrandschützern aus Greiffenberg auf die Plätze 2 und 3 verwiesen. Deutlich energischer ging es bei den Erwachsenen zu, hier wurde verbissen um jede Sekunde gekämpft. Letztlich musste sich die Mannschaft des Gastgebers aus Steinhöfel mit dem zweiten Platz, vor der Mannschaft aus Angermünde, den Favoriten aus Görlsdorf geschlagen geben. Somit dürfen alle erwähnten Mannschaften bei den Kreisausscheiden antreten, welche in Hohenselchow abgehalten werden.

Ich konnte es nicht übers Herz bringen die an diesem Tag geschossenen Fotos auf ein notwendiges Mindestmaß zu reduzieren, daher sind über unsere Facebookseite weitere Bilder zu dieser Veranstaltung einsehbar.

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Rückblick auf den 15. Trödelmarkt der Angermünder Feuerwehr

Vor nicht einmal 24 Stunden ging der 15. Trödelmarkt der Angermünder Feuerwehr LZ 1 zu Ende. Ein Tag der bleibende Eindrücke hinterließ. Traditionell ist im Frühjahr der Besucherstrom auf unsere Veranstaltung deutlich und spürbar stärker wie im Herbst. Doch trotz dieser Erfahrungen führte uns der erste Trödelmarkt im Jahr 2019 hart an jegliche Kapazitätsgrenzen.
Kein Rekord, der durch diese Veranstaltung nicht gebrochen wurde. Mit 140 Händlerständen wurden neue Maßstäbe gesetzt, ca. 90 Kuchen wurden durch fleißige Helferinnen und Helfer gebacken und verkauft, unzählige Besucher stürmten unser Gelände auf der Suche nach einem Schnäppchen. Erneut lachte uns das Glück im Antlitz der Sonne zu und bescherte uns einen wunderbaren Frühlingstag mit sehr angenehmen Temperaturen. Dank der Unterstützung des Fahrdienstes Nord-Ost, welcher den Transport organisierte konnten erstmalig auch gesundheitlich eingeschränkte Rentnerinnen und Rentner diesen Trödelmarkt besuchen. Ein dickes Dankeschön geht auch an die Seenfischerei Löwe, welche uns einen Kühlanhänger zur Verfügung stellte um die erforderlichen Mengen unserer Lebensmittel und Getränke zu lagern.
Weiterhin möchten wir uns bei der tatkräftigen Unterstützung der Löschgruppe Welsow bedanken. Ohne eurer Manpower, wären wir gnadenlos unterbesetzt gewesen. Danke, Danke, Danke für dieses Beispiel von Kameradschaft.
Abschließend bleibt mir nur eine ganz herzliche Danksagung an Bernd Winkler. Bernd begleitet uns seit der ersten Minute musikalisch und verbreitet durch seine herzliche und liebevolle Moderation immer gute Laune.

Leider gibt es bei einem solch überwältigendem Tage auch ein paar Schattenseiten. Einige Gäste äußerten sich kritisch zur Parkplatzsituation. Dies war teilweise sogar mehr als berechtigt. Zwischenzeitlich stand das gesamte Gewerbegebiet kurz vor einem Verkehrsinfarkt. Daher möchte ich hiermit gleich einen Appell an euch richten, denn der 16. Trödelmarkt wird kommen.
Uns stehen nur begrenzte Parkflächen zur Verfügung, bildet diesbezüglich lieber Fahrgemeinschaften, oder nutzt bei einem solchen Wetter eventuell mal ein Fahrrad. Es wird natürlich auch von unserer Seite über Alternativen zur Entspannung der Parktsituation nachgedacht.

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Ehrungen für eindrucksvolles Engagement

Am 16.03.2019 fand die jährliche Hauptversammlung des Uckermärkischen Feuerwehrverbandes Angermünde e.V. statt.
Dieser Verein wird den wenigsten von euch etwas sagen, daher gestattet mir ein paar einleitende Worte.
Seit der Gründung der ersten Brandenburgischen Feuerwehren, wurde stets ein reger Ideen- und Erfahrungsaustausch untereinander praktiziert. Dies war in den ausklingenden Jahren des 19. Jahrhundert sicherlich schwieriger wie im heutigen Internetzeitalter. Somit wurde bereits 1877 die erste Brandenburgische Feuerwehr Interessenvertretung in Cottbus gegründet. Und genau dies ist der Grundgedanke eines jeden Feuerwehrvereins, die eigenen Interessen zu vertreten. Dies kann manchmal nicht nur ziemliche Arbeit, sondern ein harter Kampf sein. Denn meistens geht es ums liebe Geld und da hört die Freundschaft ja bekanntlich auf.  
Somit stellt der Uckermärkische Feuerwehrverband Angermünde e.V. nicht nur unser Bindeglied zum „großen“ Landesverband dar, er vertritt auch unsere Wünsche nach innen und außen und soll letztlich unsere eigene Arbeit fördern. Wer diesbezüglich weitere Informationen haben möchte, dem sei ein Besuch auf der Heimseite des Verbandes wärmstens empfohlen. Die Chronik ist sehr aufschlussreich und interessant.

So aber zurück zu der Jahreshauptversammlung, neben der satzungsgemäßen Neuwahl des Vereinsvorstandes, nahm ein Punkt eine wichtige und zentrale Rolle ein.
Die Ehrungen und Auszeichnungen. Getreu dem Motto: „Tue Gutes, aber sprich auch mal darüber.“ wurden in diesem würdigen Rahmen einsatzbereite und verdienstvolle Kameradinnen und Kameraden ausgezeichnet. Besonders erwähnen möchte ich hiermit zwei sehr engagierte Einsatzkräfte aus unserer Stadt Angermünde.
So wurde Christian Hummel (OT Greiffenberg) mit dem Ehrenzeichen des Landkreises Uckermark in Silber ausgezeichnet. Diese Ehrung erhielt er für seine Ideen und die Umsetzung des Projektes „Feuerwehr macht Schule“, das Projekt wurde in engem Schulterschluss mit Herrn Bretsch erstellt und umgesetzt. In der jüngsten Vergangenheit kam diesem Projekt viel Aufmerksamkeit zu. Doch die wenigsten wissen, dass es schon seit 4 Jahren läuft und seitdem viel private Zeit von Christian geopfert wurde.
Die Verdienste, die Arbeit und das Engagement von Monika Kötz (OT Altkünkendorf) einzeln aufzuzählen ist unmöglich. Daher möchte ich mich dem Vereinsvorsitzenden Herrn Lutz Timm anschließen, er nannte unsere Moni schlichtweg ein „Urgestein des Verbandes“. Treffender kann man es kaum ausdrücken. Monika ist ein Gründungsmitglied des Verbandes und hat seit der Gründung aktiv im Vereinsvorstand mitgewirkt und somit den Verein dauerhaft geprägt. Für diese Leistungen wurde sie unter Beifall aller Anwesenden, mit dem Deutsches Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold geehrt. Dies ist eine äußerst seltene und somit umso ehrenvolle Auszeichnung für ihre Leistungen.

Weitere Informationen findet ihr hier:

Uckermärkischen Feuerwehrverbandes Angermünde e.V.
Artikel der MOZ zur Jahreshauptversammlung
Bilder der MOZ zur Jahreshauptversammlung


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Was macht die Feuerwehr 1/19

Heute möchten wir uns mal auf die Finger schauen lassen.
Wie muss man sich die Tätigkeit bei der Feuerwehr vorstellen?
Also werfen wir mal einen kleinen Blick auf unser klassisches Tätigkeitsfeld – die Brandbekämpfung.
Die kleinste „taktische“ Einheit in der Feuerwehr ist eine Gruppe dies bedeutet, dass zu jedem Einsatz eigentlich mindestens ein Löschgruppenfahrzeug mit 9 Einsatzkräften fahren muss.

Weiterlesen: Was macht die Feuerwehr 1/19

Erfreuliche Überraschung

An unserem letzten Dienstabend erhielt der Löschzug 1 der Angermünder Feuerwehr einen überraschenden und sehr erfreulichen Besuch.
Das Ehepaar Toll, sammelt schon seit einigen Jahren Spenden für verschiedenste Vereine und Organisationen in und um Angermünde.
Dazu legen Sie schon während der Vorweihnachtszeit in Ihrer „Hirsch-Apotheke“ und „Alten-Apotheke“ nicht nur die Spendenbox aus, auch können Ihre Kunden Jahreskalender für das folgende Jahr erwerben.
Von dem Verkaufserlös werden die Produktionskosten gedeckt und anschließend geht der Reinerlös ebenfalls in den Spendentopf.
Bereits im Januar besuchte uns das Team aus der Rudolf-Breitscheid-Straße und der Rosenstraße um den Entschluss zu verkünden, dass der diesjährige Spendenerlös der Angermünder Feuerwehr zu gute kommen soll.

Das Ehepaar Toll betonte explizit, dass die Spendenbereitschaft der Angermünder für die Feuerwehr sehr hoch war. Dies freut uns als freiwillige Brandschützer natürlich erheblich. Wir können somit bestätigen, dass die gesamte Spendensumme in Höhe von 1525,- € bei uns eingegangen ist.
Liebe Frau und Herr Toll, wir möchten uns für Ihren persönlichen Einsatz diesbezüglich auch auf diesem Wege erneut bedanken. Auch möchten wir uns bei allen Spendern herzlich bedanken, dies motiviert uns deutlich unsere Freizeit für das Ehrenamt in der Freiwilligen Feuerwehr zu opfern.

Wie diese Summe letztlich verwendet werden wird, steht derzeit noch nicht genau fest. Doch der Bedarf ist generell da. Viele Gedanken gibt es schon, wir müssen uns nur noch auf den dringlichsten einigen.

Einsatzstatistik 2018

2019 - wir nähern uns mit großen Schritten dem Dekadenwechsel. Zeit um das Einsatzjahr 2018 Revue passieren zu lassen. Das Jahr 2018 prägte ebenso wie das Jahr 2017, durch seine Witterungslage die Einsätze. 2017 war hauptsächlich durch Unwetterlagen gekennzeichnet, im krassen Gegenzug dazu erlebten wir im Jahr 2018, bedingt durch einen extrem heißen und trockenen Sommer, ein prägendes Waldbrandjahr und dies betraf nicht nur uns, ganz Brandenburg und Deutschland, diese Waldbrände wüteten in ganz Europa.

Unvergessen ist der Einsatz der Waldbrandeinheit des Landkreises Uckermark, bei der Waldbrandbekämpfung in Treuenbrietzen. Mit über 36 Einsatzstunden war dies der längste und kräftezehrendste Einsatz für uns.

Doch genug der einleitenden Worte, kommen wir zu der Einsatzstatistik 2018. Hierzu möchte ich vorher erwähnen, dass ein statistischer Vergleich (auch wenn von mir gleich praktiziert) nur in einigen Punkten aussagekräftig ist. Denn erstmalig betrachten wir die komplette Statistik der Angermünder Feuerwehr. Die Jahre zuvor bezog sich nur auf den Löschzug 1.


Wie die Jahre zuvor die wichtigsten Zahlen zuerst. Leider kam im Jahr 2018 für 2 Personen unsere Hilfe zu spät, glücklicherweise ist dies eine Abnahme von 71,4 % zu 2017. Gleichzeitig gelang es uns 34 Personen aus lebensbedrohlichen Zwangslagen zu retten. Damit konnten wir unsere Erfolgsquote um erstaunliche 325 % zu 2017 steigern. Diese Steigerung ist hauptsächlich einem deutlichen Anstieg an Türnotöffnungen zu verdanken.

Das Jahr 2018 forderte uns mit insgesamt 200 Einsätzen und liegt somit im gewohnten Durchschnitt.

Ungewöhnlich ist jedoch die Einsatzverteilung, während die Monate Januar bis März noch einen „normalen“ Einsatzverlauf aufwiesen und traditionell zu den einsatzschwächeren Monaten zählten, stieg das Einsatzaufkommen danach sprunghaft an und erreichte im Juli sein Jahreshoch. Der Sommer war geprägt von Brandeinsätzen unterschiedlichster Natur. Beispielhaft sei der Einsatz 105/18

erwähnt, welcher mit einer Einsatzdauer von 13 Stunden, der längste Einsatz des Jahres in unserem Ausrückebereich war. Erst im Oktober stellte sich wieder eine Ruhe ein und wir konnten etwas durchschnaufen.

Wie Brand lastig das Jahr 2018 war, zeigt die Gegenüberstellung der Brandeinsätze gegen die technischen Hilfeleistungen:

Ganze 86 Brandbekämpfungen stehen „nur“ 127 technischen Hilfestellungen gegenüber. Auch wenn wir 12-mal zu Alarmen durch Brandmeldeanlagen, welche zu den Brandeinsätzen zählen ausrücken mussten, ist das Jahr 2018 doch deutlich „heißer“ gewesen wie die Vorjahre.

Besonderen Anteil hatten dabei die Flächenbrände, welche insbesondere unsere Regionale Landwirtschaft schwer beutelten, aber auch etliche Waldbrände und sogar Gefahrgutbrände stellten die Einsatzkräfte vor ungewohnte Herausforderungen.

Dem gegenüber stehen die technischen Hilfeleistungen.

Hierzu ließ sich ein erheblicher Anstieg an Ölbekämpfungen verzeichnen. Insgesamt mussten wir 32-mal Ölspuren im Stadtgebiet beseitigen. Hoffen wir, dass sich dieser Trend nicht fortsetzt. Der Schwerpunkt der Alarme, lag wie bereits im Vorjahr auf den Tagesstunden.

Dies wirft im Hinblick auf weiter sinkende Tagesausrückebereitschaften leider weiterhin Probleme auf. Hier sei erneut erwähnt, dass wir weiterhin Personal suchen. Jede Hand hilft! Kommt einfach an einem Donnerstag zum Gerätehaus im Nordring 2, ab 19 Uhr ist definitiv jemand da um Fragen zu beantworten.

Abschließend möchte ich noch auf die Einsatzverteilung zwischen den einzelnen Löschzügen eingehen. Hierbei wurde der Löwenanteil vom Löschzug 1 abgearbeitet, gefolgt vom Löschzug 4 und 3. Die Kameraden des Löschzuges 2 hatten ein eher ruhiges Jahr.

Doch bitte beachtet, dass die Löschzüge sich gegenseitig unterstützen und wundert euch somit nicht, dass als Summe der Einsatzzahlen der Löschzüge nicht 200 erreicht wird. Das letzte Bild stellt alle einzelnen Einsätze der jeweiligen Löschzüge dar und ist somit statistisch nicht bereinigt.

Nun bleiben nur noch die nackten Zahlen zu erwähnen. Im Jahr 2018 befanden wir uns 283 Stunden im Einsatz, bei einer durchschnittlichen Personalstärke von 25 Einsatzkräften und einer durchschnittlichen Einsatzdauer von 86 Minuten, wurden somit unglaubliche 10140 Manneinsatzstunden erbracht. Dies ist eine unglaubliche Leistung, immerhin sind wir eine freiwillige Feuerwehr. In diesem Sinne: UNSERE FREIZEIT FÜR EURE SICHERHEIT.

Nachruf Bernd Wagner

 

Am 13.12.2018 schloss unser Kamerad Bernd Wagner nach kurzer, aber schwerer Krankheit für immer seine Augen.
 Bereits mit 19 Jahren trat Bernd der Angermünder Feuerwehr bei und durchlebte sehr turbulente Zeiten in seiner Dienstzeit. Denn gerade die 50er und 60er Jahre waren, wie auch die 90er, von einem erheblichen gesellschaftlichen Wandel geprägt. In den Jahren 1966 – 1967 übernahm Bernd den Posten des Wehrleiters, welcher mit dem heutigem Stadtbrandmeister vergleichbar ist. Seinem Einsatz und Engagement ist es zu verdanken, dass die Jugendfeuerwehr als eigenständige Abteilung gegründet werden konnte.
In den zahllosen Einsätzen, die Bernd in seiner aktiven Zeit bewältigen musste, war nicht nur sein Erfahrungsschatz gern gesehen. Seine Einsatzbereitschaft, seine Charakterstärke, seine Verlässlichkeit und Vertrauenswürdigkeit zeichneten Ihn aus. Er war jemand, mit dem man sprichwörtlich durchs Feuer gehen konnte. Seine persönliche Ausgeglichenheit kam ihm auch in den Wendejahren zu Gute. Hier engagierte er sich zunehmend im Uckermärkischen Feuerwehrverband Angermünde e.V. So übernahm er in der Zeit von 1995 bis 2003 einen Posten im Vereinsvorstand. Er war ebenfalls Gründungsmitglied der Feuerwehrgesellschaft von 1865 zu Angermünde e.V
Während seiner 60-jährigen Dienstzeit in der Angermünder Feuerwehr stand er allezeit gern mit Rat und Tat den jüngeren Kameraden zur Verfügung. Insbesondere dem Wettkampfsport der Feuerwehren fühlte er sich verpflichtet.
Als Dank für sein Werk und seine Einsatzbereitschaft wurde er am 25.10.2008 durch eine Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Angermünde geehrt. Im Dezember 2018 wurde ihm für sein beständiges langjähriges Engagement vom Brandenburger Innenminister die Treuemedaille am Tag des Ehrenamts verliehen.
Wir möchten auch auf diesem Wege den Angehörigen unser tief empfundenes Beileid ausdrücken.

Lebenshilfe 2018

 

Feuer ist nützlich, solang der Mensch es kontrollieren kann. Es spendet Wärme, Licht und sorgt meist dafür, dass die Kuh etwas schmackhafter wird.
Doch weh uns, der Mensch verliert die Kontrolle, dann zeigen die Flammen ihr hässliches Gesicht und bedrohen nicht nur das Eigentum, sondern auch Leib und Leben.
Für diese Notfälle gibt es die Feuerwehr. Doch Hand aufs Herz man macht sich schon Sorgen um seine Liebsten und natürlich auch um den Haus- und Hofstand und plötzlich kommen auch noch Aliens daher. Hörbar schwer Atmend, ähnlich Darth Vader, schreiend und schiebend kommen sie näher. Dies alles ist ein angsteinflößendes Szenario, beängstigend für jeden Menschen um nicht sogar zu sagen überfordernd. Nun reagiert nicht jeder Mensch gleich, aber es gibt Menschen die anfälliger für Panikreaktionen sind als andere. Kinder und Menschen mit speziellen Bedürfnissen gehören dazu. Sie neigen zu einem Fluchtverhalten und verstecken sich gern in solchen bedrohlichen Situationen. Getreu dem Motto: „sehe ich die Monster nicht, sehen die mich auch nicht.“
Das ist eine normale psychologische Schutzhaltung und die Einsatzkräfte der Feuerwehr können sich in gewissen Punkten, darauf einstellen. Dennoch ist ein solcher Einsatz für beide Seiten eine enorme Herausforderung. Auch aus katastrophalen Ereignissen der Vergangenheit, hier sei an die 14 verstorbenen aus Titisee-Neustadt erinnert, lassen sich Lehren ziehen. Beim Umgang mit geistig behinderten Menschen ist die „Gewöhnung“ sehr wichtig. Diese Personen sind an einen speziellen Tagesablauf, an ihre Betreuer und an ihre Umgebung gewöhnt. Dies alles gibt ihnen Sicherheit, jeder Störfaktor kann Panik auslösen. Daher ist es wichtig, diese Menschen an die Feuerwehr zu gewöhnen, nicht an die einzelne Einsatzkraft, aber an die Uniform und unsere Geräusche. Es ist wichtig ihnen zu erklären: „Wir sind nicht die Monster, wir helfen euch“. Dies haben wir im Zuge einer erweiterten Ausbildung am 03.11.2018 im Wohnheim der Lebenshilfe für Menschen mit geist. Behinderung e.V. in der Klosterstraße zu erreichen versucht. Dabei stand nicht nur die Gewöhnung und ein Verhaltenstraining der Bewohner auf dem Programm, auch unsere Einsatzkräfte konnten viele neue Erfahrungen gewinnen. Nicht nur, dass das Gebäude an sich schon eine harte Nuss darstellt, auch wir müssen uns an die Bewohner gewöhnen. Zudem wurde erstmal ein solcher Einsatz im Zusammenwirken mit der SEE Komponente des Katastrophenschutzes. Hierbei steht SEE für Schnell-Einsatz-Einheit und gehört zur MTF, also zur Medical Task Force. Anglizismen schleichen sich ja immer wieder in die deutsche Sprache ein, aber diesmal klingt es auch noch gut. Für die SEE Angermünde, gilt by the way (ha ich kann das auch) das gleiche wie für die Angermünder Feuerwehr: Neue Gesichter sind immer gern gesehen. Wer also mehr mit Kompressen und Pflastern, als mit C-Rohr und Spreizer anfangen kann…. Wir stellen den Kontakt zur SEE gerne her. Auch auf diesem Wege möchten wir uns bei den Jungs und Mädels in Rot nochmals bedanken, die Zusammenarbeit mit euch ist nicht nur von Professionalität, sondern auch von Humor und Spaß gekennzeichnet (alles zu seiner Zeit versteht sich).

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Leistungsabnahme Technische Hilfe

Wenn wir Blauröcke uns mal fein machen und die "Erste Geige" anziehen, kann es schon mal klimpern und blitzen.
Gemeint sind die umgangssprachlichen "Orden", doch tatsächlich sind das hauptsächlich sogenannte Tätigkeitsabzeichen.
Scherzhaft wird ab und zu gefragt wo man diese bekomme? Ebay ist zwar eine mögliche Quelle, doch die Feuerwehrleute verdienen sich Ihr Blech auf ehrliche Art und Weise.

Am letzten Samstag, gab es wieder eine solche Gelegenheit. Dort wurde in Pinnow das Leistungsabzeichen Technische Hilfeleistung, des Uckermärkischen Feuerwehrverbandes Angermünde e.V. in den Leistungsstufen Bronze, Silber und Gold abgenommen.
Hierbei müssen die Feuerwehrkräfte, nicht nur Ihr Geschick und Wissen in der technischen Hilfe unter Beweis stellen, auch die Zusammenarbeit und letztlich sogar die medizinischen Kenntnisse fließen in die Bewertung ein.

So konnten die Kräfte aus den Wehren Pinnow, Hohenselchow und Angermünde jeweils erfolgreich ihr Wissen unter Beweis stellen.
Da insbesondere die technische Hilfe mehr und mehr zum Kerngeschäft der Feuerwehr wird, sind solche Leistungsabnahmen nicht nur eine willkommene Auffrischung des gelernten. Es lassen sich auch nicht alltägliche Szenarien darstellen.

Für die Goldabnahme lag das zu bewältigende Einsatzszenario nicht wirklich weit von der Realität auf unseren Straßen weg.
Die Einsatzkräfte mussten sich bei bestem Kaiserwetter, zwar gedanklich in die Nacht hineinversetzen. Denn die "Dunkelheit" war Teil der zu bewältigenden Aufgaben. Es war ein PKW mit zwei Insassen verunfallt und auf dem Dach liegengeblieben.

In solch einer Situation beide verletzten Insassen patientengerecht, schnell und so schonend wie möglich zu retten ist schon eine besondere Herausforderung. Umso erfreulicher, dass alle Teilnehmer die Anforderungen der Leistungsabnahme erfolgreich absolvierten konnten.

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Die Brandschutzeinheit


Die letzten Tage und Wochen waren durch Schlagzeilen gekennzeichnet, selten erlebten die Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland ein solches Medieninteresse, noch seltener waren sie so stark gefordert wie im Jahr 2018. Welches wohl als Waldbrandjahr in die Geschichte eingehen wird. Grund genug um ein Schlagwort der letzten Zeit näher zu betrachten: Brandschutzeinheit (BSE).

Was genau steckt hinter diesem Begriff und was ist die Besonderheit dieser Einheiten? Dies möchte ich in diesem Artikel näher beleuchten.

Die Brandschutzeinheiten sind eine brandenburgische „Sonderregelung“ und wurden im Jahr 1993 mit der Neugliederung des Katastrophenschutzes strukturell konzipiert. Der grundlegende Gedanke dahinter war die Tatsache das Brandenburg über ausgedehnte Wald- und Forstflächen verfügt. Diese Flächen bringen naturgemäß zwei generelle Probleme mit sich:
1.: Holz ist brennbar.
2.: Zum nächsten Hydranten muss man eine Weile laufen.

Da es bereits vor dem Jahr 1993 erhebliche Waldbrände gab, musste das Rad nicht neu erfunden werden und man konnte auf Erfahrungen zurückgreifen. Daher wusste man, dass insbesondere die Wasserversorgung und die Wasserfortleitung eine besondere Herausforderung bei diesen Einsätzen darstellen.

Heutzutage existieren 15 Brandschutzeinheiten in Brandenburg.  Diese sind an die Landkreise angegliedert. Die Brandschutzeinheiten Barnim, Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Havelland, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Oberspreewald-Lausitz, Oder-Spree, Ostprignitz-Ruppin, Potsdam-Mittelmark, Prignitz, Spree-Neiße, Teltow-Fläming und Uckermark unterstützen sich, nach Anforderung auch solidarisch. Dem aufmerksamen Leser dürfte nun aufgefallen sein, dass nur 14 Landkreise erwähnt wurden. Ich habe mich aber nicht verrechnet. Der Landkreis Oder-Spree verfügt über 2 Brandschutzeinheiten.

Die Hauptaufgabe dieser Einheiten ist der Katastrophenschutz. Doch um zu erläutern, was genau hinter diesem Begriff steckt, müsste ich zu theoretisch werden. Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Einheiten aktiviert werden um die verheerenden Folgen eines schweren Unglückes, Naturereignisses zu mindern oder abzuwenden. Solche Ereignisse überfordern die örtlichen Feuerwehren, allein schon auf Grund der verfügbaren Personal- und Materialdichte. Man benötigt schlichtweg selbst Hilfe um helfen zu können. In diesem Fall obliegt es den politischen Verantwortungsträgern diese Hilfe anzufordern. Da durch die Hilfeleistung die helfenden Gemeinden den eigenen Bevölkerungsschutz nicht vernachlässigen dürfen, wird nicht pauschal geschickt was gerade verfügbar ist, sondern die Brandschutzeinheit alarmiert.

Nach derzeitiger Struktur, sind diese Einheiten symmetrisch aufgebaut. Auch wenn sich die eigentliche Materialausstattung unterscheiden kann, finden sich in jeder Einheit 3 Züge.
Diese Gliederung soll eine Spezialisierung in den Grundlegenden Aufgaben der Feuerwehr sicherstellen.
So zeichnet sich der 1. Zug für die Brandbekämpfung und Wassertransport verantwortlich und ist dementsprechend mit 5 Tanklöschfahrzeugen ausgestattet. In unserem Landkreis (Uckermark) wird der 1. Zug durch die Feuerwehren der Gemeinden Gartz, Gerswalde, Gramzow, Templin, und Wismar gebildet.  

Der 2. Zug stellt die stärkste Personaldecke der Brandschutzeinheit. Nach Sollstärke kümmern sich 31 Einsatzkräfte vornehmlich um die Brandbekämpfung. Dabei können sie auf Löschgruppenfahrzeuge aus den Gemeinden Lychen, Schönermark und Prenzlau zurückgreifen.

Der 3. Zug ist verantwortlich für die Wasserversorgung, dafür stehen diesem Zug zwei Löschgruppenfahrzeuge und ein Schlauchwagen zur Verfügung. Diese werden aus den Gemeinden Angermünde, Crussow und Passow besetzt.

Im Einsatzfall kommen so insgesamt 83 Kameradinnen und Kameraden zum Einsatz.
Doch selbstverständlich stehen hinter diesen 83 Einsatzkräften noch viele viele mehr. So bleiben mir nur abschließende Dankesworte für die Angehörigen, die Arbeitgeber und allen weiteren. Danke für euer Verständnis und Danke für eure Einsatzbereitschaft.

BFT 24/18

Am 23.06.2018 veranstaltete die Jugendfeuerwehr des Löschzuges 1, erstmalig einen Berufsfeuerwehrtag. Somit hatten 18 Kinder und Jugendliche zwischen 8 – 14 Jahren die Möglichkeit den „Alltag“ in einer Berufsfeuerwehr nachzuempfinden.
Die Ziele hinter dieser außergewöhnlichen Aktion, welche von der Jugendwartin V. Fleske-Taddey und dem Brandschutzfachwart O. Taddey organisiert wurde, ist primär die langfristige Bindung der Jugendlichen an die Feuerwehr. Dabei muss von den jungen Brandschützern das Wissen angewandt werden, welches sie sich an den regelmäßigen Teilnahmen der Dienstabende angeeignet haben.
Der Tag wurde standesgemäß mit einem Dienstappel begonnen, wo nicht nur die Posten und Funktionen (z.B. die Fahrzeugbesatzungen) bekannt gegeben wurden. Es wurde ebenfalls ein Fahnenappel abgehalten. Von diesem Moment an wehte die brandenburgische Landesflagge, neben der Deutschlandfahne über dem Gerätehaus des Löschzuges 1.
Da durch diese Veranstaltung die Absicherung der Kernstadt nicht vernachlässigbar war, wurden die beiden Organisatoren durch eine erhebliche Anzahl aktiver Kameraden unterstützt. Insgesamt beteiligten sich 21 Kameraden an diesem außergewöhnlichen Highlight, aber auch helfende Eltern sollen nicht unerwähnt bleiben. Der Tagesablauf war sehr eng strukturiert, so mussten nicht nur anstrengende Einsätze abgearbeitet werden, auch Sport und Küchendienst standen auf dem Programm. Die Einsätze führten unseren Nachwuchs quer durch die Kernstadt Angermünde, wobei es zwei Höhepunkte gab. Den ersten in Form einer Vorführung einer technischen Rettung nach einem Verkehrsunfall. Diese wurde primär für die Eltern unserer Jugendfeuerwehrmitglieder gehalten. Die Jugendlichen selbst wurden anschließend bei einem simulierten Gebäudebrand gefordert. Besonderen Dank an externe Unterstützer geht hierbei an die Kameraden der MFT (Medical Task Force) des Katastrophenschutzes Angermünde, welche die Rettungsdienstliche Komponente simulierten, die Angermünder Seenfischerei, welche ihr Gelände für selbige Übung zur Verfügung stellte, weiterhin möchten wir uns bei Herrn S. Bäsler vom WDU für den finanziellen Support, bei Herrn J. Mai für die kulinarische Unterstützung und bei der Firma Elektro Gotza bedanken.
Diese Veranstaltung hinterlässt nicht nur bei unserer Jugend einen bleibenden Eindruck, auch die aktiven Kameraden gehen mit einem durchweg positiven Eindruck aus diesem Wochenende.
Der Berufsfeuerwehrtag zeigte das aktive Nachwuchsgewinnung nachhaltig sein kann, aber auch anstrengend und fordernd ist. Mit einer Fortsetzung im kommenden Jahr ist zu rechnen.

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